Olivenöl

Grünes Gold aus Spanien

Spanien ist weltweit führend in Produktion und Vertrieb von Olivenöl und holt Jahr für Jahr erste Preise für seine qualitativ hochwertigen Nativen Olivenöle extra

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Hätten Sie es gewusst? Fast jede zweite Flasche Olivenöl auf der Welt enthält spanische Olivenöle. Spanien bewirtschaftet immerhin rund 25 Prozent der Olivenanbaugebiete in aller Welt. Mehr als 200 Sorten sind im Anbau und werden meist für die Ölproduktion genutzt. Die spanische Oliven unterscheiden sich nicht nur in Größe und Form – jede Olive hat ihren eigenen Geschmack, der unter anderem auch vom Boden, auf dem der Olivenölbaum steht, und dem Klima, in dem die Oliven wachsen, beeinflusst wird. Mit über 30 verschiedenen Ursprungsbezeichnungen kann Spanien außerdem die breiteste Palette an Aromen und Geschmacksrichtungen bei Olivenöl anbieten.

Spanien ist weltweit führend in der Produktion und im Vertrieb von Olivenöl. Natives Olivenöl extra aus Spanien gewinnt Jahr für Jahr die meisten Auszeichnungen bei den Bewertungen der besten Olivenöle in aller Welt (WBOO). Bei den Awards 2021/2022 belegten sechs native spanische Olivenöle extra Ränge unter den Top 10, darunter auch Platz eins. Hochwertige Olivenöle aus Spanien sind auch begehrte Zutaten in den Restaurants der renommiertesten Köchinnen und Köche weltweit.

Auf spanischen Felder und Flächen stehen über 340 Millionen Olivenbäume. Die jahrhundertelange Kultivierung auf verschiedenen Böden und unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen hat Hunderte von Sorten hervorgebracht. Spanien hat auch den größten von Menschenhand geschaffenen Olivenbaumwald der Welt und ist nicht zuletzt weltweit führend in der Produktion von nativem Bio-Olivenöl extra. Das Land exportiert jedes Jahr fast 65 Prozent seiner Produktion, die in über 180 Länder verkauft wird.

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Eine kleine Warenkunde

Arbequina

Die Arbequina gehört zu den wohl bekanntesten Olivensorten Spaniens und wird vornehmlich in Katalonien angebaut. Aus den Früchten wird ein sehr flüssiges Öl gepresst, das kaum Bitterstoffe enthält. Das süßliche Olivenöl ist mild und leicht. Es zeichnet sich durch seine fruchtigen Geschmacksaromen aus, die an Apfel, Banane, Artischocke, Mandel und selbstverständlich Oliven erinnern. In der Küche lässt sich das blassgelbe bis grünliche Olivenöl zum Marinieren verwenden, als Teil der Salatsoße, aber auch zur Herstellung von Alioli ist das Olivenöl aus der Sorte Arbequina hervorragend geeignet.

Cornicabra

Das Anbaugebiet der Cornicabra erstreckt sich in erster Linie über die Provinzen Toledo, Ciudad Real und Madrid, aber auch in Cáceres und Badajoz wird die Cornicabra kultiviert. Sie ist damit eine elementare Olivensorte Spaniens. Ihr Name setzt sich aus „Corni“ von „cuerno“, das Horn, und cabra, die Ziege, zusammen und spielt auf die gekrümmte Form der Frucht an. Das goldfarbige Öl begeistert hauptsächlich durch ein sehr ausgeprägtes, teilweise leicht bitteres Aroma. Der leichte Fruchtgeschmack lässt auch andere Früchte wie Apfel erahnen. Es ist ideal zum Abrunden von Wild- oder Gemüsegerichten.

Picudo

Bei der Picudo handelt es sich um eine der großen andalusischen Olivensorten mit großen Vorkommen in den Provinzen Cordoba, Granada, Malaga und Jaén. Der Name Picudo entstand durch die ausgeprägte Ausbuchtung am Ende der Frucht. Auch wenn der Name Picudo ähnlich klingt, kommt diese Olivensorte ganz anders daher als die in Spanien am weitesten verbreiteten Picual. Picudo steht für hocharomatische Öle, die sich durch fruchtig-grüne Aromen mit Noten von grünen Äpfeln und Olivenblättern auszeichnen. Somit bietet dieses Olivenöl eine breite Palette an Möglichkeiten in der kreativen Küche.

Royal

Die Olivensorte Royal stammt aus der Provinz Jaén. Dort wird sie ausschließlich in den bergigen Regionen angebaut, was sie zu einer außergewöhnlichen und einzigartigen Olivensorte werden lässt. Die tiefdunkelrote Frucht besitzt ein helles Fruchtfleisch. Ihr Öl enthält kaum Bitterstoffe, sondern begeistert Feinschmecker mit einer angenehm süßlichen Note. Das sehr individuelle Fruchtaroma erinnert an Feigen und andere frische Früchte. Aus dem farblich oft blassen Öl lässt sich beispielsweise eine herrliche Mayonnaise herstellen, aber auch viele andere Kombinationen sind mit dem Olivenöl aus der Royal denkbar.

Picual

Mit einer Anbaufläche von über 900000 Hektar ist Picual die am häufigsten kultivierte Olive in Spanien. In erster Linie wird sie in Córdoba, in Granada und in Jaén angepflanzt. Weil die schwarze Olive am Ende eine kleine Spitze – pico – besitzt, trägt sie den Namen Picual. Ihr leicht grünliches Öl mit einem vollmundigen, fruchtigen Geschmack nach Oliven und Olivenblättern hat im Abgang eine leicht pikante, bittere Note. Durch ihre große Widerstandsfähigkeit gegen hohe Temperaturen eignet sich das Öl aus Picual hervorragend zum Konservieren gekochter oder roher Speisen und für süße Gerichte.

Empeltre

Bei Empeltre-Oliven geht es um eine sehr alte Sorte, die sowohl in Aragón, als auch auf den Balearen, in Castellón, in Navarra und in Tarragona angebaut wird. „Empelt“, also das katalanische Wort für Pfropfen, gab der Olive ihren Namen. Das hellgelbe Öl ist wegen seiner Milde und seiner Süße sehr beliebt und wird von einem fruchtigen Aroma nach Äpfeln und Mandeln geprägt. Es ist perfekt geeignet für die Zubereitung von verschiedenen Salatsoßen und Marinaden. Aber auch die damit hergestellte Mayonnaise ist mit diesem milden, hochwertigen Olivenöl ein Gedicht.

Hojiblanca

Bei der Hojiblanca handelt es sich um eine grüne Olivensorte mit grünem Fruchtfleisch, die hauptsächlich in den Provinzen Cordoba, Granada, Malaga und Sevilla wächst. Ihren Namen verdankt sie der weißen Unterseite ihrer Blätter. Die Hojiblanca wird sowohl als ganze Frucht wie auch als natives Öl genossen. Ihr Geschmack erinnert an Artischocken, Kräuter und frisch geschnittenes Gras. Süße und bittere bis leicht scharfe Aromen ergänzen sich zu einem aufregenden Geschmackserlebnis. Das Öl der Hojiblanca eignet sich optimal für Fleisch- und Fischmarinaden, für Schmorgerichte und für eine Gazpacho.

Manzanilla Cacereña

Diese fleischige Frucht erhielt ihren Namen von der Provinz Cáceres in Extremadura, wo sie überwiegend angebaut wird. Aber auch in Badajoz, in Avila, in Madrid und in Salamanca finden sich Plantagen. Ihr Öl bietet eine angenehme Balance aus süß, fruchtig, bitter und scharf. Besonders beliebt ist das Öl der Manzanilla Cacereña wegen seiner fruchtigen Note, die an grünen Apfel und frisch geschnittenes Gras oder auch an reife Äpfel und Bananen erinnert. Das aromareiche Öl schmeckt auf Brot ebenso gut wie etwa in der Salatsoße. Aber auch zum Frittieren lässt sich es sich durchaus verwenden.

Fotos Olivensorten: Universität von Cordoba

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