Wyndberg Hotel, Restaurant, Destille

Feine Küche im Syndikatshaus

Lüneburg ist gastronomisch kein Niemandsland, doch das neue Wyndberg Hotel, Restaurant, Destille ist eine echte Augenweide und hat sich schnell zum Liebling der Gourmet-Szene entwickelt

Das neue Wyndberg Hotel, Restaurant, Destille ist eine echte Augenweide

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Das Wyndberg Hotel, Restaurant, Destille im ehemaligen Syndikatshaus in Lüneburg liegt zentral zwischen der Parkanlage Liebesgrund, der historischen Altstadt und dem berühmten Lüneburger Rathaus. Das Gebäude selbst hat eine bewegte Geschichte. Kern bildet ein Giebelhaus, das im Jahr 1438 errichtet wurde und dessen Keller zusammen mit einer späteren tonnengewölbten Erweiterung erhalten ist. Bauherr war ein Rechtsgelehrter des Rats der Stadt Lüneburg. Im 18. Jahrhundert erfolgten der Abbruch des Giebels und die Erweiterung. Zusätzliche Umbauten wurden im 19. und frühen 20. Jahrhundert vorgenommen. Bis 2006 war das Gebäude Sitz des Lüneburger Schul- und Kulturamtes, danach stand es leer.

Nach der aktuellen aufwändigen Sanierung erstrahlt Syndikatshaus als Hotel Wyndberg in neuem Glanz. Es  bietet seinen Gästen ein einmaliges historisches Ambiente, kombiniert mit modernem Komfort. Bauherr Stephan Scheer verwirklichte bereits andere Hotelprojekte in Lüneburg. Pächter und Betreiber des Wyndberg Hotel, Restaurant & Destille sind Marc Blancke  (Lüneburger Hotelier, Hotel Anno 1433, Gästehaus Drewes-Wale) und Christopher Weckler (langjähriger F&B-Manager der Hamburger East Hotelgruppe). Ein ehrgeiziges Projekt ist zudem die Wyndberg Destille, ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Bauherrn Stephan Scheer sowie den Betreibern Marc Blancke und Christopher Weckler. Geplant ist, im Wyndberg dauerhaft mehr als 60 verschiedene Whiskys zu führen.

Die Gastronomie im Wyndberg mit 40 bis 50 Sitzplätzen innen gliedert sich in à la carte und Kaffee-Kuchen-Geschäft. Kleine exklusive Veranstaltungen sind in Planung. The place to be während der Wochen und Monate nach der Eröffnung war die Terrasse. „Dadurch konnten wir relativ entspannt arbeiten, trotz der Hygieneauflagen“, sagt Küchenchef Dominic Lang . Er kocht im Wyndberg eine gehobene, klassisch inspirierte Küche zum fairen Preis. Hauptgänge sind beispielsweise Kabeljau mit Queller, Selleriepüree, Schinken und Beurre blanc oder Flanksteak BBQ, Kopfsalat, Pommes fondantes. Das Menü nach Eröffnung im Juni kostete 52 Euro und startet mit Brunnenkressesuppe, Lachsforelle und Chorizo, gefolgt von Rotgarnele, Reisecreme, Wassermelone, Gurke sowie Geschmortes und Sous-vide-Gegartes vom Kalb, geräucherte Kartoffelcreme und Sommergemüse. Das Finale: Marinierte Sommerbeeren, Mandel, Zitronenverbene, Champagner.

Dominik Lang, ehemals Sous Chef von Thomas Martin und zuletzt Küchenchef in der Kleinen Weinwirtschaft im Hamburger Hotel Louis C. Jacob, hat zu Lüneburg eine besondere Beziehung. Er hat hier acht Jahre seiner Jugend verlebt, und seine Eltern wohnen in der Stadt. Zu den beruflichen Stationen des gebürtigen Saarländers gehören neben dem Louis C. Jacob der Münchner Königshof im Team von Martin Fauster, das Restaurant JM unter der Leitung von Küchenchef Jörg Müller auf Sylt sowie das Le Méridien in Stuttgart.

Dominic Lang hat sich für seine neue Aufgabe im Wyndberg Restaurant talentierte Kollegen an die Seite geholt. Sous-Chef im Wyndberg ist Nils Lichte, der unter anderem schon in der Traube Tonbach in Baiersbronn und als Chef im Szene-Restaurant Noas am Isekai in Hamburg-Eppendorf gekocht hat. Das Team in der Küche komplettiert aktuell Nils Götsche, mit dem Dominic Lang bereits im Louis C. Jacob gearbeitet hat. Dominic Lang gehört zum CHEFS TROPHY Netzwerk, war im Louis C. Jacob verantwortlicher Ausbilder und plant, auch im Wyndberg Restaurant junge Menschen zu Köchen*innen auszubilden.

Text: Sabine Romeis
Fotos: Wyndberg


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