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Silikon Valley in Ludwigsburg

In urbanharbor gibt es einen Vorgeschmack darauf, wie wir in Zukunft arbeiten, kommunizieren, essen und leben. Max Maier steuert in der Gastronomiebranche so bekannte Firmen wie Rieber (Speisenlogistik) und Eisfink (Kühltechnik). urbanharbor ist der Flagship-Space für seine Zukunftsvision. Einst war hier ein florierendes Industriegebiet für produzierendes Gewerbe, doch weil die logistische Versorgung nicht stimmte verlagerten die ansässigen Firmen ihre Standorte. Max Maier erkannte bereits in den 1980er Jahren das Potenzial des aussterbenden Areals und erwarb die Industriebrachen. In den letzten Jahrzehnten ging es vorrangig darum, die alten Industrieareale in modernen Arbeitsraum zu transformieren, um große Firmen an den Standort zu locken. Inzwischen ist es geschafft: Kreative und zukunftsorientierte Unternehmen wie Porsche Design, Porsche Digital oder Bosch Start-up sind jetzt hier ansässig. „Unser Fokus bei der Auswahl der Mieter liegt darauf, dass alle ein gemeinsames Ziel verfolgen, sprich die Digitalisierung und Wertschöpfung der Zukunft”, sagt Mario Stockhausen, Chief Creative Officer von maxmaier urbandevelopment. „So kommt ein Stück Silicon Valley nach Ludwigsburg.” Zumal auf der Galerie von urbanharbor z.B. Start-ups ihr Containerbüro mieten können. Und in weiterer Zukunft Wohnungen auf dem Dach geplant sind, um die produktive Stadt der Zukunft perfekt zu machen.

 

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Damit ein starker Austausch zwischen den ansässigen Unternehmen stattfindet, wurde in urbanharbor ein Ort für offene Kommunikation notwendig. „Ludwigsburg ist nicht der Nabel der Welt”, sagt Mario Stockhausen. „Die Firmen müssen sich für Mitarbeiter attraktiv machen.

Silicon Valley hat es vorgemacht: Wohnzimmeratmosphäre, flache Hierarchien, Achterbahn im Büro – das ist typisch amerikanisch. Doch genauso attraktiv ist für Mitarbeiter eine hochwertige Verpflegung. Und die bietet nun das speisewerk mit Kantine, Cafeteria und Backshop in urbanharbor.

 

Silicon Valley-like wurde auch °CHECK entwickelt, das Digitalisierungs- und Organisationssystem für Temperatur, Hygiene, Prozesse, das in urbanharbor eine wichtige Rolle spielt. Im speisewerk in urbanharbor ist °CHECK unverzichtbar zur Qualitätssicherung der Prozesse. Das speisewerk ist der Ort, wo Kreative, Denker und Tüftler zu Mittag essen, eine Pause einlegen oder unkonventionelle Meetings abhalten. Es gibt in der Warmverpflegung täglich sechs Gerichte zur Auswahl und viele attraktive Angebote zur Zwischenverpflegung. Max Maier versteht das speisewerk als „eine Begegnungsstätte, ein Raum für Veränderung, ein Ort, an dem Esskultur gelebt wird”. Denn: „Das Statussymbol der neuen Generation ist nicht mehr das Auto – es ist das Essen.

 

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„Bewusst, regional, nachhaltig” lautet das kulinarische Motto im speisewerk. Gastronom Andreas Müller (Bönnigheim) transferiert mit seinem Team die Philosophie von Max Maier in die Praxis und setzt dabei komplett auf die Digitalisierung. Das bedeutet: Alle Küchengeräte werden digitalisiert und sämtliche Abläufe miteinander vernetzt; d.h. Hygiene, Temperatur, Ausgabe und Lagerhaltung können so lückenlos überwacht werden. „Die Zukunft ist nicht morgen, die Zukunft ist schon jetzt”, sagt Max Maier. Dennoch steht er erst am Anfang der Umsetzung seiner Vision. Was ihn antreibt, ist die lückenlose Wertschöpfungskette der Ernährung in höchstmöglicher Qualität vom Acker über die Großküche bis auf den Teller im privaten Heim. Idealerweise sollen die Gäste bald auch ihr Abendessen für zu Hause im speisewerk beziehen können. Damit will Max Maier zudem die Verschwendung von Lebensmitteln und Verpackungsmüll vermeiden. Rieber liefert die Mehrweg(Transport)Behälter, mit der die Speisen aufbewahrt, transportiert und ohne Qualitätsverlust auf der richtigen Temperatur gehalten bzw. regeneriert werden. Außerdem verfügt er mit °CHECK über die Software zur lückenlosen Qualitätssicherung. Via QR-Code können alle Prozesse rund um die Lagerung, Vorbereitung, Zubereitung, Transport und die Ausgabe von Speisen transparent, sicher und rückverfolgbar gemacht werden. Das internetbasierte System zeigt dem Gastronom in Echtzeit, welche Speisen sich wo mit welchen Temperaturen befinden. Damit lässt sich auch Cook & Chill umsetzen. Für die Digitalisierung und Speicherung der Daten arbeitet Rieber mit der Telekom zusammen.

 

urbanharbor-2.jpgBis die Vision der totalen Transparenz vom Acker über die Großküche bis zum Teller im privaten Heim perfekt umgesetzt ist, wird es noch dauern. Wie lange ist offen. Es gebe nichts Schwierigeres, als die Software für die lückenlose Dokumentation der Ernährungskette vom Acker bis auf den Teller zu schreiben, betont Max Maier. Er glaubt jedoch fest, dass in vier bis fünf Jahren alle Prozesse umgesetzt sind, weil der Nutzen für die Anwender so groß ist und es deshalb genug Treiber gebe.

 

Andreas Müller, Catering-Partner im speisewerk, war einer der ersten Anwender von Rieber °CHECK und treibt nun in urbanharbor die Entwicklung des Systems aktiv mit voran. Für den Gast im speisewerk ist die Digitalisierung der Verpflegungsprozesse nicht sichtbar. Es müsse ihn auch nicht interessieren, ist Andreas Müller überzeugt. Mit seinem 18-köpfigen Team realisiert er von 8.30 bis 17 Uhr ein Snackangebot, das auch Außer Haus geliefert wird, sogar an Dritte. Zum Mittagessen von 11.30 bis 14 Uhr gibt es an zwei Frontcooking-Stationen täglich wechselnde Gerichte wie Burger, Wok-Gerichte oder zweierlei Pizza aus dem Holzofen, klassisch und veggie-vegan. Dazu kommen das urbanharbor daily special und das urbanharbor daily veggie. Im Angebot zudem: unverzichtbare Standards wie Schnitzel, Spätzle und Maultaschen. „Wir kochen, was den Gästen schmeckt”, so Andreas Müller.

 

 

Text: Sabine Romeis
Fotos: Rieber

 

 

 

 

 

 

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